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Fast 1000 Tote: Massaker in Kongo

zuletzt aktualisiert: 06.04.2003 - 19:27

Nairobi (rpo). Nach UN-Angaben sind im Nordosten von Kongo 1.000 Menschen ermordet worden. Bisher ist unklar, wer für das Massaker verantwortlich ist.

Die Angreifer hätten sowohl Uniformen als auch zivile Kleidung getragen, sagte MONUC-Sprecher Hamadoun Toure am Sonntag. Er bezifferte die Zahl der Toten auf 966.

Die Rebellenorganisation Union der Kongolesischen Patrioten (UPC) beschuldigte am Samstag ugandische Truppen und mit ihnen verbündete Milizen des Lendu-Stammes, die Bewohner im katholischen Pfarrbezirk Drodro und in 14 umliegenden Dörfern getötet zu haben. UPC-Anführer Thomas Lubanga erklärte, die Mörder seien auf der Suche nach ihm gewesen, um ihn zu töten.

Menschen erschossen oder mit Macheten niedergemetzelt

Seinen Angaben zufolge beschossen die Truppen die Dörfer zunächst mit Granaten, bevor sie einrückten. Die Soldaten seien von Haus zu Haus gegangen und hätten die Menschen erschossen oder mit Macheten niedergemetzelt. Zahlreiche Häuser seien in Brand gesetzt worden. Das Massaker habe vier Stunden gedauert. Ein Sprecher der ugandischen Streitkräfte wies die Beschuldigungen zurück. Seinen Angaben zufolge wurden etwa 400 Menschen bei Stammeskämpfen getötet.

Laut UN wurden die Menschen teilweise Opfer von Massenexekutionen. Es seien 20 frische Massengräber in der Region entdeckt worden, sagte Toure.

Kämpfe trotz Friedensabkommen

Ungeachtet des im Dezember geschlossenen Friedensabkommens halten die Kämpfe rivalisierender Rebellengruppen im Nordosten des mittelafrikanischen Landes weiter an. In dem Abkommen hatten sich die Rebellengruppen zu einem Waffenstillstand verpflichtet.


 
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