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Stockholm
Massenmörder Breivik verklagt Norwegen

Stockholm. Die einen halten es für ekelerregend, die anderen für rechtsstaatlich notwendig. Am kommenden Dienstag beginnt ein voraussichtlich viertägiger Prozess, weil der Utøya-Massenmörder Anders Behring Breivik (37) den Staat Norwegen wegen unmenschlicher Haftbedingungen verklagt hat. Aus Sicherheitsgründen findet der Prozess direkt in der Turnhalle von Breiviks Gefängnis im Ort Skien rund 100 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Oslo statt. Der Massenmörder ist dort in einem Hochsicherheitstrakt untergebracht. Breivik sitzt in Isolationshaft und fordert den Umgang mit anderen Insassen.

Zudem verlangt er einen unkontrollierten Briefkontakt mit der Außenwelt, bessere Weiterbildungsmöglichkeiten und eine neue Playstation, weil seine zu alt sei. Vor allem die Isolationshaft sei für jemanden, der voraussichtlich lebenslänglich im Gefängnis sitzt, eine Verletzung der europäischen Menschenrechtskonvention, macht Breivik geltend. Die Strafvollzugsanstalt und die Anwälte des Staates Norwegen halten die Einwände für unbegründet. Breivik darf jeden Tag an die frische Luft, er darf eine Einkaufsliste abgeben und sein Essen selbst zubereiten.

(anw)
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