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Stichwort
Maximalforderung

Man kennt die systematische Verwendung der Maximalforderung vom orientalischen Basar. Sie eignet sich aber auch vortrefflich für Koalitionsverhandlungen. Das Problem ist nur, dass gewiefte Unterhändler die stillen Regeln des Feilschens sehr wohl kennen, nach denen eine Maximalforderung nur dazu da ist, den Preis hochzutreiben. An der Parteibasis jedoch werden Maximalforderungen häufig als unverhandelbare Ziele missverstanden. Sozusagen als Minimalforderung. Dieser Begriff ist aber nicht gebräuchlich, lieber verschanzt man sich hinter Roten Linien. Wenn es dann gelingt, ein Verhandlungsergebnis zu erzielen, das sich der Maximalforderung bestenfalls annähert, wird vom Kompromiss gesprochen, der meistens schmerzlich ist, aber als gut und tragfähig bezeichnet wird. bee
Quelle: RP
 
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