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Meinung
Mehr Internetfreiheit für die Bürger

Endlich ist Deutschland im Internet-Zeitalter wirklich angekommen. So lässt sich die Ankündigung der Bundesregierung interpretieren, dass wohl ab Herbst die sogenannte Störerhaftung beim Angebot von offenen W-Lan-Zugängen wegfallen soll. Es war schon peinlich genug, wenn sich Besucher aus den USA, aus Frankreich oder Israel wunderten, dass es in Deutschland nicht wie in ihren Ländern Zehntausende freier, kostenloser Hotspots gibt - die kleinlichen Bedenken auch aus dem Bundeswirtschaftsministerium verhinderten eine schnellere Reform. Es ist einfach unlogisch, dass Millionen an W-Lan-Stationen für die freie Nutzung gesperrt waren, nur weil Film- und Musikkonzerne gegen illegales Kopieren vorgehen wollen. Von Reinhard Kowalewsky

Kommunen, Gastronomen und das Land sollten die neue Chance schnell nutzen. Düsseldorf sollte das stadteigene W-Lan-Angebot Bluespot mit seinen 53 Hotspots ab Herbst direkt freischalten. Das Land sollte die Freifunkbewegung weiter unterstützen - gerade abseits der Metropolen sind schnelle Webzugänge unterwegs wichtig. Gleichzeitig muss die Breitbandförderung des Bundes durchdacht werden: Es ist falsch, fast nur DSL aufzurüsten, statt bundesweit auf echte Glasfaseranschlüsse zu setzen.

Quelle: RP
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