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Berlin
Merkel stürzt in Umfrage ab - Nervosität in der CDU wächst

Berlin. Nach dem neuesten ARD-"Deutschlandtrend" hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei den Sympathiewerten binnen eines Monats zwölf Prozentpunkte eingebüßt und kommt nun nur noch auf 46 Prozent Zustimmung zu ihrer Politik. Angesichts dieses Absturzes wächst die Nervosität in der Union. "Ich hoffe, wir gewinnen jetzt schnellstens die Erkenntnis, dass so ein Sinkflug wohl kaum noch mit der parteiinternen Kritik zu erklären ist", sagte CDU-Innenexperte Armin Schuster unserer Redaktion. Er hatte einen kritischen Brief von 44 Bundestagsabgeordneten der Union zur Flüchtlingspolitik an die Kanzlerin mitinitiiert. Von Gregor Mayntz

81 Prozent der Befragten meinen, die Merkel-Regierung habe die Situation nicht mehr im Griff, 61 Prozent sind mit der Arbeit der Regierung nicht zufrieden. CDU und CSU verlieren vier Prozentpunkte und würden nun nur noch von 35 Prozent bevorzugt, wenn nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Die SPD verharrt bei 24 Prozent, dafür klettert die AfD auf einen neuen Rekordwert von zwölf Prozent. In der Rangliste der beliebtesten Politiker liegen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nun deutlich vor der Kanzlerin und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD).

"Im Februar müssen spürbar wirksame Maßnahmen greifen, am liebsten mit einem Erfolg der Kanzlerin", betonte Schuster. Gleichzeitig sei jedoch klar: "Sollte das nicht kommen, sind schärfere nationale Maßnahmen unausweichlich."

(may-)
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