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Schulze nie Mitglied der SPD gewesen: Millionen-Spende für Grab neben Brandt

zuletzt aktualisiert: 21.07.2002 - 19:54

Berlin (rpo). Gerhard Schulze aus Zehlendorf ist der bislang anonyme Spender der Rekordsumme von 2,5 Millionen Euro an die Berliner SPD. Dafür hat sich der Mann einen Grabplatz in der Nähe von Willy Brandt erbeten.

Wie der "Spiegel" berichtet, verlangte der 1999 gestorbene Gerhard Schulze aus Zehlendorf zudem als Gegenleistung für die Spende, dass das Geld nur für den Wahlkampf ausgegeben wird. Die Identität des Mannes enthüllte dem Nachrichtenmagazin der Berliner SPD-Landesvize Andreas Matthae. Die Opposition in Berlin hatte von der SPD wiederholt gefordert, den Namen des Spenders zu nennen.

Matthae sagte der "Berliner Morgenpost" (Sonntag), Schulze sei nie Mitglied der SPD gewesen oder zu Lebzeiten als großer Spender aufgefallen. Reich geworden sei er mit Baugeschäften und Aktien und habe der SPD einen Teil einer Gewerbeimmobilie vermacht. Diese habe erst verkauft werden müssen, deshalb sei das Geld auch erst Anfang des Jahres an die Partei geflossen. Das gesamte Spendenaufkommen des SPD-Landesverbandes Berlin lag 2001 bei 327 000 Euro. Der 1915 geborene Schultze wurde schräg gegenüber von Willy Brandt auf dem Friedhof Berlin-Zehlendorf beigesetzt.

Zuletzt hatte SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier darauf verwiesen, dass die Partei mit Rücksicht auf die übrigen Erben Schulzes den Namen des Groß-Spenders erst im Rechenschaftsbericht 2002 nennen wolle, der Ende 2003 erscheint. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) war über die Identität Schulzes informiert. Die CDU hatte moniert, die Geheimhaltung des Namens verstoße gegen das neue Parteispendengesetz. Schulzes Erbe gilt als größte Gabe einer Privatperson an eine Partei.

Quelle: RPO Archiv

 
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