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Bamako
Mindestens 27 Tote in Mali bei Terrorattacke auf Luxushotel

Bamako. Bei einer Geiselnahme in einem Luxushotel in der ehemaligen französischen Kolonie Mali haben mutmaßliche Islamisten nach Angaben von UN-Soldaten mindestens 27 Menschen getötet. Zwölf Leichen seien im Keller des Hotels gefunden worden, 15 in einem oberen Stockwerk, sagte ein UN-Vertreter. Die Suche nach Opfern gehe aber noch weiter. Sicherheitskreisen zufolge wurden zwei Angreifer getötet. Zeitweise hatten sie 170 Geiseln in ihrer Gewalt. Nach Aussage von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier konnten vier Deutsche aus dem bei Ausländern beliebten Hotel in der Hauptstadt Bamako entkommen.

Zu dem Angriff genau eine Woche nach den Anschlägen von Paris bekannte sich die Gruppe Al Mourabitoun, ein malischer Ableger des Extremisten-Netzwerks Al Kaida.

Im Laufe des Tages war immer wieder heftiges Gewehrfeuer in dem siebenstöckigen Gebäude zu hören. Die Geiselnehmer - nach Angaben aus Sicherheitskreisen stürmten bis zu zehn Bewaffnete das Hotel - hatten sich im obersten Stockwerk verschanzt. Am Abend lieferten sie sich immer noch Schusswechsel mit malischen Spezialkräften. Vor Ort waren auch französische und amerikanische Einsatzkräfte. Deutsche Soldaten, die sich im Rahmen eines Ausbildungseinsatzes in Mali aufhalten, waren laut Bundeswehr nicht betroffen. Frankreich hatte 2013 einen Militäreinsatz gegen Islamisten in Nord-Mali angeführt.

(rtr)
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