Kritik an Hamm-Brücher und Baum: Möllemann: "Gesagt ist gesagt"
zuletzt aktualisiert: 09.06.2002 - 17:11Recklinghausen (rpo). "Was gesagt worden ist, ist gesagt" hat der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Jürgen Möllemann am Rande einer FDP-Veranstaltung in Recklinghausen festgestellt. Erstmals hat er sich somit öffentlich zu seiner Kritik an den Altliberalen Hildegard Hamm-Brücher und Gerhart Baum geäußert.
Der FDP-Vize hatte Baum und Hamm-Brücher als "Querulanten" bezeichnet, die "nichts beitragen zu einer positiven Entwicklung der FDP". Zugleich hatte er ihnen den Austritt aus der Partei nahe gelegt. Auf diese Äußerungen hatte die gesamte Parteispitze mit Empörung reagiert. FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper forderte ihn auf, sich zu entschuldigen.
Möllemann sagte weiter, er sei "unter vernünftigen Bedingungen" zu einem Gespräch mit den Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, bereit. In der vergangenen Woche hatte er sich bei den in Deutschland lebenden Juden für die Äußerung entschuldigt, Friedman sei mitverantwortlich für den Antisemitismus in Deutschland. Von dieser Entschuldigung hatte er Friedman anschließend ausdrücklich ausgenommen. Der Zentrat lehnt deshalb Gespräche unter Beteiligung Möllemanns ab.
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