Protest gegen Vertreibung: Mönch feuert Schuss im thailändischen Parlament ab
zuletzt aktualisiert: 22.05.2002 - 07:29Bangkok (rpo). Bewaffnet mit einer Kalaschnikow-Maschinenpistole unter seiner gelben Kutte hat sich ein buddhistischer Mönch Zugang zum thailändischen Parlament verschafft und dort einen Schuss abgefeuert.
Anschließend wurde er von der Polizei entwaffnet und festgenommen. Der Mönch Phra Maha Sayan Jirasuttho sagte Reportern, die am Morgen die Eröffnung der neuen Sitzungsperiode des Parlaments verfolgen wollten, er habe die Öffentlichkeit auf seine Beschwerde gegen die Polizei in seiner Heimatprovinz Kanchanaburi aufmerksam machen wollen.
Die örtlichen Behörden hätten ihn aus dem Gebiet eines Nationalparks vertrieben. Er sei wegen illegalen Wohnens auf öffentlichem Boden festgenommen worden. Die Polizei habe ihn in der Haft gefoltert. Seine Beschwerde über die Misshandlungen sei von den Regierungsbehörden ignoriert worden, sagte der Mönch. Die Polizei kündigte jetzt Anzeigen wegen illegalen Waffenbesitzes und Schusswaffengebrauchs in einem öffentlichen Gebäude an.
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