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Stichwort: Montenegro

zuletzt aktualisiert: 23.04.2001 - 07:31

Podgorica (rpo). Mit einem Referendum will der designierte montenegrinische Präsident Djukanovic darüber abstimmen lassen, ob der Staat als "Teilrepublik" weiter im Bundesstaat Jugoslawien bleiben will.

In der Bundesrepublik Jugoslawien ist die Teilrepublik Montenegro neben dem acht Mal größeren Serbien der Juniorpartner. Begrenzt von Kroatien und Bosnien-Herzegowina im Nordwesten, Albanien im Osten und der Adria im Süden, umfasst das Land etwa 14 000 Quadratkilometer.

Von den insgesamt rund 10,6 Millionen Bewohnern Jugoslawiens leben nur rund 700 000 in Montenegro. Die Hauptstadt Podgorica zählt etwa 118 000 Einwohner. Montenegro (italienisch für Schwarze Berge - serbisch: Crna Gora - schwarzes Gebirge) lebt überwiegend von Landwirtschaft sowie der Förderung und Verarbeitung von Bauxit, Eisen-, Zink-, Chrom- und Bleierzen. Es hofft auf Geschäfte mit dem Tourismus.

Montenegro stand seit 1215 unter serbischer Oberhoheit, war aber immer wieder weitgehend selbstständig und - nach dem Berliner Kongress der europäischen Großmächte und des Osmanischen Reiches zur Ordnung der Verhältnisse auf dem Balkan mit Otto von Bismarck als «ehrlichem Makler» - von 1878 bis 1918 ein unabhängiger Staat. 1945 wurde es Teil des kommunistischen Jugoslawiens.

Der montenegrinische Küstenstreifen mit den Häfen Bar und Kotor ist heute der einzige Zugang Jugoslawiens zur Adria. Dort ist die gesamte Kriegsmarine stationiert.

Quelle: RPO Archiv

 
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