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Jerusalem
Neue Messerattacken auf israelische Polizisten

Jerusalem. Israel wird mit einer neuen Welle palästinensischer Gewaltattacken konfrontiert. Seit Ende vergangener Woche gab es sieben zumeist mit Messern ausgeübte Angriffe. Eine Grenzsoldatin kämpft um ihr Leben, nachdem gestern früh ein junger Palästinenser vor der Altstadt von Jerusalem mit dem Messer auf die Beamtin und ihren Kollegen losging. Ein dritter Grenzpolizist schoss auf den Angreifer und verletzte ihn schwer. Wenige Stunden später griffen zwei Palästinenser am Grab des Stammvaters Abraham in Hebron israelische Grenzschützer an, die die beiden Männer mit Schüssen niederstreckten und einen der beiden sofort töteten. Insgesamt wurden in den vergangenen Tagen fünf Palästinenser und ein Jordanier erschossen. Zwei der Palästinenser waren unweit der Siedlung Kirjat Arba mit ihrem Auto in eine Gruppe israelischer Zivilisten gefahren.

Die Serie der Übergriffe hatte vor einem Jahr mit dem Streit über Besuchsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalems Altstadt begonnen. Die Zahl der Juden, die auf das Plateau vor den beiden Moscheen Al Aksa und Felsendom ziehen, hat in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen. Viele Muslime fühlen sich provoziert, wenn Juden auf dem Tempelberg beten.

Die Übergriffe hatten zuletzt nachgelassen. Denkbar ist, dass das Wiederaufleben der Gewalt mit den bevorstehenden jüdischen Feiertagen zusammenhängt. Am 2. Oktober findet das Neujahrsfest Rosch Haschana statt, eine Woche später ist der Versöhnungstag Jom Kippur, gefolgt vom Laubhüttenfest.

(knau)
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