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Washington
Neuer Streit um Hilfen für Griechenland

Washington. Die Rettung des Euro-Sorgenkinds Griechenland ist zwar nicht mehr das beherrschende Thema bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Aber es deutet alles darauf hin, dass sich das Gefeilsche von Euro-Geldgebern, IWF und griechischer Regierung über Milliardenkredite bis zur letzten Minute hinziehen dürfte. Und das nicht nur, weil Athen erneut in Verzug ist bei der Umsetzung der Reformauflagen. Sondern auch, weil die Gläubiger sich untereinander nicht grün sind. Europäer und IWF streiten einmal mehr über den Umgang mit der griechischen Schuldenlast.

Finanzminister Wolfgang Schäuble, der in Washington vor allem bemüht war, die Spekulationen um die Deutsche Bank nicht weiter anzuheizen, dürfte sich mit Euro-Kollegen und IWF-Vertretern auch über Griechenland ausgetauscht haben.

Heute berät die Euro-Gruppe über die Freigabe einer restlichen Kredittranche von 2,8 Milliarden Euro an Athen. Ein Ja der Euro-Finanzminister ist angesichts der in Athen noch unerledigten Hausaufgaben bisher alles andere als sicher. Auf die vor allem im Deutschen Bundestag immer lauter gestellte Frage, ob sich der IWF auch am dritten Rettungspaket beteiligt, gab es in Washington jedenfalls keine Antwort. Der Fonds erweckte sogar eher den Eindruck, dass eine Beteiligung alles andere als ausgemacht ist. IWF-Chefin Christine Lagarde mahnte, es sei noch viel zu tun.

(dpa)
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