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Millionen aus Liechtenstein: Neuer Verdacht in Affäre Möllemann

zuletzt aktualisiert: 09.11.2002 - 19:25

Hamburg (rpo). In der Möllemann-Affäre gibt es einen neuen Verdacht: Danach könnte Möllemann zwei Wahlkämpfe mit Geldern geführt haben, die er aus dem Ausland erhalten habe, berichtete das Nachrichtenmagazin am Samstag vorab.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, seien Düsseldorfer Steuerbeamte bei einer Betriebsprüfung der Möllemann-Firma Web/Tec darauf gestoßen, dass von 1995 bis 1999 insgesamt 5,2 Millionen Mark in fünf Tranchen von einer Briefkastenfirma namens Curl AG in Liechtensteins Hauptstadt Vaduz auf ein Web/Tec-Konto transferiert worden seien. Wofür Möllemann das Geld bekam, sei für die Betriebsprüfer nicht nachvollziehbar, da keine Schriftstücke existierten, hieß es weiter. Der FDP-Politiker habe lediglich angegeben, es handele sich um Honorare für "Beratertätigkeiten im Ölgeschäft".

Außerdem gingen 1996 und 1997 nach Erkenntnissen der Finanzbehörde weitere Zahlungen von einer Million Mark aus Monaco auf einem Web/Tec-Konto ein, berichtete "Der Spiegel". Sie stammten von Möllemanns Freund Rolf Wegener. Er sei nach Erkenntnissen deutscher Behörden Inhaber der panamesischen Briefkastenfirma Great Aziz Corp., die von 1991 bis 1994 für die Vermittlung des "Fuchs"-Panzer-Geschäfts mit Saudi-Arabien 8,93 Millionen Mark Provision erhielt. Daraus ergebe sich für die Betriebsprüfer der Verdacht, ddasses sich zumindest teilweise um Schmiergeld für Möllemann gehandelt haben könnte. Wegener könnte eine Art Strohmann für den damaligen Bundeswirtschaftsminister gewesen sein, hieß es weiter.

Möllemann soll auch in Luxemburg ein Konto besitzen, von dem er mehrmals Barbeträge abgehoben habe, meldete das Blatt. Das gehe aus einem vertraulichen Hinweis aus Luxemburg an Strafverfolger und Steuerfahnder hervor.

Quelle: RPO Archiv

 
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