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Den Haag
Neun Jahre Haft wegen Zerstörung von Weltkulturerbe

Den Haag. Vier Jahre nach der Zerstörung von jahrhundertealten religiösen Bauwerken in Timbuktu hat der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag gestern den Dschihadisten Ahmad al Faqi al Mahdi zu neun Jahren Haft verurteilt. Al Mahdi hatte nach Ansicht der Richter die Attacken geleitet und war selbst an der Zerstörung von fünf Monumenten beteiligt. Der etwa 40 Jahre alte Islamist hatte die Tat gestanden, was sich strafmildernd auswirkte.

Im Sommer 2012 hatte die Dschihadisten-Miliz Ansar Dine, die mit Al Kaida verbündet ist, die Wüstenstadt Timbuktu im westafrikanischen Mali überrannt und neun mittelalterliche Heiligengräber und eine Moschee zerstört. Es ist das erste Mal, dass der Gerichtshof einen Dschihadisten verurteilt.

(dpa)
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