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Düsseldorf
Noch 130.000 unerledigte Asylverfahren in NRW

Düsseldorf. In Deutschland sind derzeit noch 567.000 Asylanträge in Bearbeitung, davon 130.000 in NRW. Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ist davon auszugehen, dass diese Anträge bis Frühjahr 2017 abgearbeitet sein werden. Bamf-Mitarbeiterin Katja Wilken-Klein wies in Düsseldorf darauf hin, dass die Personalstärke der Behörde inzwischen bei 8900 Personen liege. Von ihnen seien rund 1700 Kräfte in NRW-Einrichtungen tätig.

Dank der fünf neu eingerichteten Ankunftszentren in Mönchengladbach, Bonn, Dortmund, Münster und Bielefeld habe sich die durchschnittliche Verfahrensdauer deutlich verkürzt. In NRW würden neue Anträge auf Asyl durchschnittlich innerhalb von 1,6 Monaten bearbeitet und entschieden. Bei den komplizierteren Altfällen liege der statistische Durchschnitt dagegen noch immer bei 6,8 Monaten.

Syrien liegt mit 37.000 Asylsuchenden in NRW an der Spitze der Herkunftsländer. Ihre Chance auf einen positiven Entscheid liegt bei 97 Prozent. Zweistärkste Gruppe sind Menschen aus dem Irak (Chance: 77 Prozent), gefolgt von Afghanistan (47) und dem Iran (57 Prozent). Asylbewerber aus Albanien, das als sicherer Herkunftsstaat eingestuft wurde, haben dagegen keine Chance auf Anerkennung. In NRW-Kommunen befinden sich zudem noch etwa 50.000 Flüchtlinge, die zwar registriert wurden, aber noch keinen Asylantrag stellen konnten.

(hüw)
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