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Stockholm
Norwegen öffnet Briten den Weg in die Freihandelszone

Stockholm. Auf der Suche nach einer neuen Rolle in Europa eröffnen sich für Großbritannien nach dem Brexit wohl neue Möglichkeiten. Norwegen hat bisher einen Wechsel der Briten in die Europäische Freihandelszone (Efta) abgelehnt, der auch Island, die Schweiz und Liechtenstein angehören. Doch nun hat Oslo eine Kehrtwende gemacht. Es wäre falsch, eine Efta-Mitgliedschaft der Briten grundsätzlich abzulehnen, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg. "Es ist einfach, Vorteile in einer britischen Mitgliedschaft zu sehen. Es ist ein großes Land mit einer großen Wirtschaft", sagte sie der Nachrichtenagentur Reuters. Ihre bürgerliche Partei Høyre sei in "ständigem Dialog" mit den regierenden Konservativen in Großbritannien. Auch Solbergs Koalitionspartner, die rechtspopulistische Fortschrittspartei, hat erklärt, den Beitrittsverhandlungen mit Großbritannien offen gegenüberzustehen.

Die Briten gehörten 1960 zu den Gründungsmitgliedern der Efta, die als Gegengewicht zur damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gegründet worden war. Sie verließen sie aber aufgrund ihres EU-Beitritts 1973. Einer erneuerten Efta-Mitgliedschaft müssten alle vier Mitgliedsländer zustimmen.

(anw)
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