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Tunis
Notstand nach Attentat auf Präsidentengarde in Tunis

Tunis. Auch Tunesien ist erneut Ziel des Terrors: Bei einem Anschlag auf einen Bus der Präsidentengarde in der Hauptstadt Tunis sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Die Regierung bestätigte, dass es sich um einen Terrorakt handele. Präsident Beji Caïd Essebsi verhängte für 30 Tage im ganzen Land den Ausnahmezustand und eine nächtliche Ausgangssperre in der Hauptstadtregion. Die Präsidentengarde ist eine Eliteeinheit, die das Staatsoberhaupt schützt. Essebsi befand sich nicht in dem Bus.

Tunesien gilt als das stabilste und demokratischste Land des "Arabischen Frühlings". Doch haben IS-Anhänger dieses Jahr bereits zweimal verheerende Anschläge verübt: im März auf das Nationalmuseum Bardo in Tunis und im Juni auf ein Strandhotel in Sousse. Beide Attacken kosteten insgesamt 60 Menschen das Leben. Die für das Land so wichtige Tourismusindustrie litt stark darunter.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Essebsi sagte im Fernsehen, das Land befinde sich in einem "Krieg gegen den Terrorismus". Er forderte mehr internationale Zusammenarbeit gegen die Extremisten, die in den vergangenen Wochen weltweit Anschläge verübt hätten. "Ich will dem tunesischen Volk versichern, dass wir den Terrorismus besiegen werden", sagte er.

(ap)
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