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Gegner und Rechtsradikale: NPD-Demo in Ludwigshafen

zuletzt aktualisiert: 17.02.2001 - 14:42

Ludwigshafen (AP). Rund 1.000 Menschen haben am Samstag in Ludwigshafen gegen die rechtsextremistische NPD demonstriert. Anlass der Kundgebung in der Innenstadt, zu der neben dem Deutschen Gewerkschaftsbund die Kirchen und verschiedene Parteien aufgerufen hatten, war ein Aufmarsch von NPD-Anhängern am Nachmittag in der pfälzischen Industriestadt. An der NPD-Demonstration nahmen nach Polizeiangaben rund 150 Rechtsextremisten teil.

Wie Polizeisprecherin Sibylle Fohs berichtete, wurde vor Beginn der Demonstrationen ein 20-Jähriger vorübergehend festgenommen, der mit einem Elektroschocker auf dem Weg zu der NPD-Veranstaltung war. Mehreren NPD-Mitgliedern wurden zudem Fahnenstangen abgenommen, da die Sicherheitskräfte befürchteten, dass sie als Waffen verwendet werden könnten. Die Polizei, die mit starken Kräften vor Ort war, wollte versuchen, die Teilnehmer beider Kundgebungen zu trennen. An der Demonstration gegen die NPD nahmen auch rund 90 Autonome teil. Bis zum frühen Nachmittag kam es zu keinerlei Zwischenfällen.

Die Demonstration der Rechtsextremisten war von der Stadt Ludwigshafen zunächst verboten worden. Das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße hob das Verbot jedoch am Donnerstag auf. Daraufhin erließ die Stadt für die Demonstranten zahlreiche Auflagen. So durften die Rechtsextremisten nicht in Springerstiefeln und Bomberjacken auftreten. Auch wurde ihnen das Skandieren aggressiver Parolen untersagt. Diese Auflagen bestätigte das Oberverwaltungsgericht Koblenz am Freitagabend in einer Eilentscheidung.

Quelle: RPO Archiv

 
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