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Düsseldorf
NRW hält vorerst an Kooperation mit Ditib-Verband fest

Düsseldorf. Die NRW-Landesregierung will weiter mit dem umstrittenen deutsch-türkischen Moscheeverband Ditib kooperieren. Beim Islamunterricht, der Gefängnisseelsorge und im "Dialog-Forum Islam" (dfi) soll die Zusammenarbeit vorerst "unverändert fortgesetzt werden", teilte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) mit. Der Dachverband vertrete einen "traditionellen türkischen Islam", es gebe keine Hinweise auf eine Nähe zum extremistischen Salafismus.

Jäger hatte im Sommer Ditib die Kooperation bei dem Salafismus-Präventionsprojekt "Wegweiser" aufgekündigt, nachdem ein Kinder-Comic des Verbandes mit der Verherrlichung des Märtyrertodes bekanntgeworden war. Die umstrittene Berufung eines Ditib-Vertreters durch die Landesregierung in den achtköpfigen Beirat für muslimischen Bekenntnisunterricht an NRW-Schulen begründete Jäger damit, dass in Deutschland Religionsunterricht nur in Übereinstimmung mit den jeweiligen Religionsgemeinschaften erteilt werden könne.

(kna)
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