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Düsseldorf/Berlin
NRW: Hausarzt-Versorgung in 69 Kommunen gefährdet

Düsseldorf/Berlin. Für Menschen in ländlichen Regionen wird es zunehmend schwerer, einen Hausarzt in erreichbarer Nähe zu finden. Nach einer Übersicht des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums droht 69 Gemeinden eine Gefährdung der hausärztlichen Versorgung. In 48 weiteren ländlichen Gemeinden zeichne sich diese Entwicklung auf mittlere Sicht ab, teilte das Ministerium mit.

Zur Frage, wie groß der Ärztemangel in Deutschland ist, gehen die Zahlen weit auseinander. Während die Kassenärztliche Bundesvereinigung von 2600 fehlenden Hausärzten spricht, betont der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), es fehlten nur etwa 100 Hausärzte. Die Zahl der Hausärzte stagniere seit Jahren bei etwa 60 000. Allerdings sei die Zahl der Hausärzte mit eigener Praxis seit 2000 leicht auf etwa 56 000 gesunken. Dieser Rückgang sei aber durch deutlich mehr angestellte Hausärzte wettgemacht worden, sagte der stellvertretende GKV-Vorstandsvorsitzende Johann-Magnus von Stackelberg. Nur in wenigen ländlichen Regionen, etwa in Vorpommern, im südlichen Niedersachsen oder nordöstlichen Bayern gebe es zu wenig Hausärzte. Ein Mangel von 2600 Hausärzten ergebe sich nur, wenn man bundesweit eine 110-prozentige Versorgung sicherstellen wolle.

(hüw/mar)
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