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Kommunalwahl: Briefwahl boomt

zuletzt aktualisiert: 26.08.2009 - 11:21

Bei der Kommunalwahl am Sonntag machen offenbar mehr Bürger als bisher von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch. In Köln haben bereits mehr als 105.000 Menschen ihre Stimme abgegeben, entweder per Brief oder direkt im Rathaus. Bei der Wahl vor fünf Jahren waren es 91.000 Briefwähler.

Wer verreist ist oder aus anderen Gründen am Wahlsonntag nicht zur Urne gehen kann, beantragt die Briefwahl und bekommt dann die bunten Umschläge nach Hause geschickt.   Foto: RPO
Wer verreist ist oder aus anderen Gründen am Wahlsonntag nicht zur Urne gehen kann, beantragt die Briefwahl und bekommt dann die bunten Umschläge nach Hause geschickt. Foto: RPO

"Wir haben trotz Ende der Sommerferien immer noch Hauptreisezeit", erklärte eine Sprecherin der Stadt Köln den Zuwachs. Zahlreiche Bürger seien am Wahltag verreist und hätten deshalb per Brief abgestimmt. Die letzte Kommunalwahl hatte nicht wie in diesem Jahr im Spätsommer, sondern Ende September 2004 stattgefunden.

Die Stadt Düsseldorf zählt bislang 51.500 Briefwähler - das sind bereits jetzt genauso viele wie bei der Kommunalwahl 2004. "Nach Einschätzungen unseres Wahlamtes wird die Zahl der letzten Wahl in den verbleibenden Tagen noch deutlich übertroffen", sagte ein Sprecher der Landeshauptstadt.

In Münster haben aktuell 35.313 Wählerinnen und Wähler Briefwahl beantragt. Rund 36.000 dürften es bis zum Sonntag noch werden. Zum Vergleich: 2004 hatten insgesamt gut 31.000 Münsteraner per Post gewählt, 1999 waren es etwa 36.000.

Bielefeld meldet einen Zuwachs von 22.365 auf nun bereits 29.610 Briefwähler. Auch in Dortmund geht die Tendenz mit 53.283 Anträgen (2004 waren es zum vergleichbaren Zeitpunkt 52.152) nach oben. Aachen verzeichnet einen Zuwachs um mehrere Tausend auf 27.500. Auch in Duisburg gibt es mit rund 35.000 deutlich mehr Postwahl-Anträge. In Bonn sind es derzeit 30.200 Postwähler (2004: 26.400).

Ob die Briefwahl-Trends einen Hinweis auf eine insgesamt steigende Wahlbeteiligung am Sonntag geben, ist offen. 2004 hatte die Wahlbeteiligung bei nur 54,4 Prozent gelegen. Dies war der niedrigste Wert seit der Gründung des Landes im Jahr 1946.

Alles zur Kommunalwahl in NRW lesen Sie in unserem Special. 

Quelle: DDP/jco

 
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