Sylvia Löhrmann ist seit der Landtagswahl im Jahr 2010 Schulministerin und Stellvertreterin von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im nordrhein-westfälischen Landtag.
Auf ihrer Internetseite deklariert Löhrmann folgende Leitsatz für ihr politisches Handeln: “Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu." Und erklärt ihn folgendermaßen: "Diese umgangssprachliche Übersetzung des kategorischen Imperativs von Kant könnte viele Gesetze überflüssig machen, wenn sich alle daran hielten."
Löhrmann wurde 1985 Mitglied der Grünen. Vier Jahre später trat sie als Spitzenkandidatin der Grünen zur Kommunalwahl in Solingen an, wo sie als Lehrerin arbeitete. Neun Jahre war sie Ratsmitglied in Solingen.
Seit 1995 ist Löhrmann Landtagsabgeordnete. 1999 wurde sie Fraktionssprecherin und ist seit 2000 Fraktionsvorsitzende. Das Bild zeigt die Grünen-Politikerin kurz vor der Landtagswahl im Jahr 2000.
Die gebürtige Essenerin ist direkt und offen. Manche bezeichnen sie als spröde. Von sich selbst sagt sie: "Meine Mutter hat als Kind immer zu mir gesagt: 'Wer mit dir nicht klarkommt, ist selber schuld.'"
Bildungspolitik ist Löhrmanns Herzensthema. Sie ist Lehrerin. Bis 1995 unterrichtete sie Deutsch und Englisch an der Städtischen Gesamtschule in Solingen. Von 2000 bis 2005 war sie bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion und hat die Programmatik der Grünen infolge der PISA-Ergebnisse auf Landes- und Bundesebene vorangetrieben.
Neben Bildung gehört Umweltpolitik zu ihren Schwerpunktthemen. Löhrmann scheut keine Mühen, ihre Positionen klar zu machen. Im Januar ging sie in Düsseldorf neben den Bundesvorsitzenden, Claudia Roth und Cem Özdemir, vornweg, als die Grünen mit Kohle befüllte Schubkarren Richtung Staatskanzlei fuhren. Damit demonstrierte die Partei ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Bau neuer Kohlekraftwerke.
Im Wahlkampf posierte in Düsseldorf in einer Straßenbahn. Dort stellte sie die insgesamt 620.000 Euro teure Wahlkampagne "Macht Mehr Möglich" der Grünen in NRW vor.