Verdeckte Ampeln und Schilder: Experten: Wahlplakate gefährden Verkehr
zuletzt aktualisiert: 14.04.2010 - 07:42Sie stehen an jeder freien Stelle in der Stadt, auf Plätzen und Grünflächen. Sie hängen an Laternenmasten, Ampeln und sind oft an Bäumen entlang der Straßen befestigt – die Wahlplakate.
Jetzt, wo die heiße Phase des Wahlkampfs begonnen hat, appelliert der Auto Club Europa (ACE) an alle Parteien, ihre Plakate so zu hängen, dass die Verkehrssicherheit nicht gefährdet ist. Dies sei bei Großplakaten zum Teil nicht der Fall, sagt Stefan Rakowski, Sprecher des ACE. Zwar gehörten Plakate in Wahlkampfzeiten zum Straßenbild, doch im Bereich von Kreuzungen, Ampeln, Einmündungen und Zebrastreifen hätten sie nichts zu suchen.
"Falsch angebrachte Plakate beeinträchtigen die Verkehrssicherheit und müssen deshalb demontiert werden", sagt Rakowski. Mitunter versperrten Plakate an Masten sogar die Sicht auf Ampeln und Verkehrszeichen. Der ACE appelliert an die Parteien, ihre Materialschlacht an neuralgischen Verkehrsknotenpunkten einzuschränken. Sie sollten sich an einen Verhaltenskodex halten, um einer Verkehrsgefährdung vorzubeugen. Wer dagegen verstoße, sollte an die Verkehrswacht spenden.
Uwe Jende, stellvertretender Abteilungsleiter im Ordnungsamt, betont, die Stadt achte penibel darauf, dass die Spielregeln, die mit den Parteispitzen in puncto Plakate vereinbart worden seien, eingehalten werden. Geklebt werden können Plakate fast überall, allerdings nicht in Parks und im Umkreis des Rathauses. Auf zentralen Einfallstraßen darf jede Partei nur ein großes Plakat aufstellen.
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