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Duell um CDU-Vorsitz in NRW: Laschet punktet gegen Röttgen in Aachen

VON DETLEV HÜWEL - zuletzt aktualisiert: 11.09.2010 - 09:11

Im Wettstreit um den Vorsitz der NRW-CDU haben sich Ex-Familienminister Armin Laschet (49) und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (45) Freitagabend in Aachen der Parteibasis vorgestellt. Das Interesse war wie bei den anderen fünf Veranstaltungen groß: Generalsekretär Andreas Krautscheid, der die Vorstellungsrunde moderierte, begrüßte rund 800 Zuhörer im Aachener Kongresszentrum.

 Foto: ddp
Foto: ddp

Beide Kandidaten, die sich um die Nachfolge von Jürgen Rüttgers an der Spitze des mit 160.000 Mitgliedern größten Landesverbandes bewerben, machten einen souveränen Eindruck. Röttgen beschwor als erster Redner den Mannschaftsgeist in der Partei. Die wichtigste Aufgabe sei es, die rot-grüne Landesregierung von Hannelore Kraft so schnell wie möglich zu beenden. Bei ihr gehe "Macht-Taktik vor Zukunftsverantwortung", wie deren Schuldenkurs zeige. Die CDU müsse für "ein inhaltlich positives Angebot sorgen, das uns attraktiv macht".

Armin Laschet, der in Aachen CDU-Kreisvorsitzender ist, machte für die Wahlniederlage zunächst die Bundespolitik verantwortlich. Aber auch Intrigen in der eigenen Parteizentrale hätten der Partei geschadet. Seine Rede war stärker praxisbezogen und weniger theoretisch durchwirkt als bei Röttgen. Bravo-Rufe gab es für seine Drohung mit einem Volksbegehren gegen die Einheitsschule und für seine (gegen Röttgen zielende) Forderung, der neue CDU-Vorsitzende müsse "zu 100 Prozent im Land präsent sein".

Fazit: Bei diesem Aachener "Heimspiel" lag Laschet in der Publikumsgunst klar vorn. Er wirkte lockerer als Röttgen, der von einem Zuhörer kritisch gefragt wurde: "Berlin und Düsseldorf – wie wollen Sie das miteinander vereinbaren?" Röttgen wehrte sich energisch: Man dürfe doch "nicht immer nur Frau Kraft hinterherlaufen". Es sei eine "Illusion zu glauben, dass durch Landtagsdebatten Wahlen gewonnen werden".

Quelle: RP

 
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