NRW-Landtagswahl: Westerwelle will "zehn Prozent plus X"
zuletzt aktualisiert: 18.04.2010 - 09:17Berlin (RPO). Die FDP strebt nach den Worten ihres Vorsitzenden Guido Westerwelle bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai ein zweistelliges Ergebnis an.
"Wir wollen in Nordrhein-Westfalen 10 Prozent plus X erreichen und damit die Mehrheit für eine bürgerliche Regierung sichern", sagte Westerwelle der Zeitung "Bild am Sonntag". Der FDP-Chef begründet seinen Optimismus aus dem neuen Wahlrecht an Rhein und Ruhr: "Zum ersten Mal gibt es bei einer Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen eine Zweitstimme. Das verändert alles.
Die Bürger könnten diesmal nicht nur eine Partei, sondern eine Koalition wählen, fügte Westerwelle hinzu. "Darum sage ich: Zweitstimme für die FDP - dann klappt es auch mit Schwarz-Gelb. Bei der Landtagswahl 2005 erreichte die FDP 6,2 Prozent, in Umfragen steht sie derzeit bei 8 Prozent.
Zugleich warnte Westerwelle vor einem Linksbündnis: "In den letzten Tagen des Wahlkampfs geht es um die einfache Frage: Wird Deutschlands größtes Bundesland künftig von SPD, Grünen und Linkspartei regiert? Das steht zur Abstimmung."
Das Treffen der Landes- und Bundesspitzen von SPD und Grünen am Montag kritisierte der FDP-Chef als "Mogelpackung": Da fehle der Dritte, die Linkspartei. "NRW soll zum Versuchslabor für eine Linksregierung im Bund ab 2013 werden."
Auch vor einer schwarz-grünen Koalition in Düsseldorf warnte Westerwelle: "Wohin Schwarz-Grün führt, kann man in Hamburg studieren. Dort gibt es eine ganze Volksbewegung gegen die Einführung der Einheitsschule."
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