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Wien
Österreichs Ex-Finanzminister muss vor Gericht

Wien. Nach siebenjährigen Ermittlungen muss sich der ehemalige österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser wegen des Verdachts der Untreue und der Korruption vor Gericht verantworten. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft erhob gestern Anklage gegen den 47-Jährigen sowie 15 weitere Verdächtige. Grasser soll 2006 beim Verkauf von fast 60.000 Bundeswohnungen einem privaten Investor den entscheidenden Tipp über die notwendige Höhe eines Kaufpreises gegeben haben, um einen Mitbieter auszustechen. Dafür sollen 9,6 Millionen Euro - ein Prozent des Kaufpreises von 961 Millionen Euro - in die Taschen der Verdächtigen geflossen sein. Grasser bestreitet die Vorwürfe.

Die Affäre kam 2009 ans Licht, als die Staatsanwaltschaft Unterlagen beim damaligen Käufer Immofinanz sichergestellt hatte. Grasser und den anderen Beschuldigten drohen bis zu zehn Jahre Haft. Der 47-Jährige war von 2000 bis 2007 Finanzminister Österreichs.

(dpa)
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