Menschenrechtsorganisation: Opfer hauptsächlich Ausländer: Offenbar Massaker an Elfenbeinküste
zuletzt aktualisiert: 11.12.2002 - 07:03Nairobi/Abidjan (rpo). Massaker, Vergewaltigungen und andere Menschenrechtsverletzungen - so sieht die Situation im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste zurzeit aus. Polizei und Armee seien die Verantworltichen, so eine Sprecherin einer lokalen Menschenrechtsorganisation. Opfer seien hauptsächlich Ausländer Moslems aus dem Norden des Landes.
Uniformierte Todesschwadronen zögen während der nächtlichen Ausgangssperre plündernd durch die Stadt und zerrten ihre Opfer aus den Häusern. Männer würden aufgefordert, Frauen zu vergewaltigen. Viele der Opfer würden in einem nahe gelegenen Wald massakriert. "Sie greifen hauptsächlich junge Männer auf, bringen sie in den Wald, wo sich regelrecht gejagt werden", sagte die CVIC-Sprecherin.
Vergangene Woche hatten französische Soldaten ein Massengrab nahe dem Kakaohandelszentrum Daloa entdeckt. Dorfbewohner hatten erklärt, Soldaten der Regierungsarmee von Präsident Laurent Gbagbo hätten 120 Dorfbewohner ermordet. Die Soldaten der ehemaligen Kolonialmacht sollen in dem Krisenland einen inzwischen mehrfach gebrochenen Waffenstillstand überwachen.
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