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München
Online-Vergleichsportale müssen Kunden besser informieren

München. Online-Portale, die Produkte vergleichen, müssen künftig klarer machen, wie sie sich finanzieren. Dies besagt ein gestern ergangenes Urteil des Landgerichtes München. Es hatte das Vergelichsportal Check24 dazu verurteilt, den Besuchern deutlich auf seiner Internetseite zu erläutern, dass es nicht nur Angebote vergleicht, sondern in Wahrheit als Versicherungsmakler arbeitet.

Ebenso wichtig ist, dass das Urteil Check24 dazu verpflichtet, Kunden beim Vergleich von Versicherungen besser als bisher zu beraten. Professionelle Versicherungsmakler erhalten ihre hohe Provision dafür, dass sie die Kunden auch wirklich gut beraten. Das müsse auch Check24 nun durch umfangreiche Informationsarbeit nachweisen. So sei nicht akzeptabel, dass Haftpflichtversicherungen zu oberflächlich verglichen würden. Zum Beispiel würde nur unzureichend geprüft, ob eine Haftpflichtversicherung auch ehrenamtliche Tätigkeiten mitversichert.

Das klare Urteil fügt sich ein in eine zunehmend kritische Stimmung gegenüber scheinbar unabhängigen Vergleichsportalen. So hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband noch im Februar in einer Studie gezeigt, dass Kunden günstige Flüge oder Mobilfunkangebote oft eher auf den Anbieterseiten als über Vergleichsportale finden. Die Online-Portale würden eine Preistransparenz oft nur vorspiegeln.

(rky)
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