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Düsseldorf
Opposition: Grundschule ist das Stiefkind von Rot-Grün

Düsseldorf. Landesregierung will Unterrichtsausfall neu erfassen.

An den Grundschulen in NRW ist die Stimmung nach Einschätzung der Opposition "hundsmiserabel". Die Klassen seien zu groß, und für den Unterricht mit gehandicapten Kindern gebe es nicht genügend Sonderpädagogen, kritisierte Michele Marsching (Piraten) im Landtag. CDU-Fraktionschef Armin Laschet rechnete vor, dass in NRW die Grundschulkinder nach vier Jahren Schulbesuch wegen des Unterrichtsausfalls ein halbes Jahr weniger Unterricht erhalten hätten als die Grundschüler in Bayern. "Sie lassen die Kinder zurück", warf er Rot-Grün vor. Die Regierung "spielt mit den Lebenschancen der Schülerinnen und Schüler", betonte auch Yvonne Gebauer (FDP). Renate Hendricks (SPD) wies die Attacken als "puren Wahlkampf" zurück. Die Grundschulen seien nicht das "Stiefkind" der Landesregierung, wie die Opposition behaupte. Sigrid Beer (Grüne) räumte ein, dass es "noch eine Menge zu tun" gebe, und sprach von "Unwuchten im Schulsystem".

Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) forderte die Opposition auf zu sagen, wo sie mehr Lehrkräfte einsetzen wolle und wie diese finanziert werden sollen. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) kündigte an, dass der Unterrichtsausfall künftig nach einer verbesserten Methode erfasst werden soll.

(hüw)
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