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Infineon-Aktie: Faire Zuteilung erschwert: Orderaufkommen höher als bei der Emission der Telekom-Aktien

zuletzt aktualisiert: 26.02.2000 - 17:56

Frankfurt/Main (AP). Der Run der Privatanleger auf die Infineon-Aktien könnte nach Informationen der "Börsen-Zeitung" eine faire Zuteilung der Anteilsscheine erschweren. Wie das Blatt in seiner Samstagausgabe unter Berufung auf Konsortialbanken berichtete, ist das Orderaufkommen höher als bei der Emission der Telekom-Aktien 1996 und 1999.

Allein die deutschen Privatanleger hätten das Papier der Siemens-Tochter mehrfach überzeichnet, und auch institutionelle Anleger hätten großes Interesse. Bis zu Ende der Zeichnungsfrist am 10. März rechneten Experten mit einer bis zu 20fachen Überzeichnung.

Angesichts der überbordenden Nachfrage dürfte die Zuteilung an Privatanleger schwierig werden, berichtete das Blatt weiter. Bei beiden Tranchen der Telekom-Emission gab es klare Zuteilungsschlüssel für Private samt der Garantie auf die T-Aktien. Im Vorfeld der Emission habe Infineon ebenfalls mit dem Gedanken einer fairen Zuteilung gespielt. Doch angesichts des Ansturms sei dies nach Einschätzung der Konsortialabteilungen jetzt nicht mehr möglich.

Sollten rund 30 Prozent der Emission an Private gehen, dann würde - nach jetzigem Stand - jeder Kleinanleger weniger als 30 Titel erhalten. Da sich voraussichtlich noch mehr Private für das Papier eintragen würden, dürfte die Zahl noch kleiner ausfallen. In den Konsortialabteilungen werde daher darüber spekuliert, ein Losverfahren anzuwenden.

Angesichts der extremen Nachfrage deute sich zudem an, dass der Ausgabepreis am oberen Rand der Spanne von 29 bis 35 Euro liegen werde, berichtete die "Börsen-Zeitung" weiter.

Quelle: RPO Archiv

 
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