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Neu-Delhi
Pakistan will keine Erdbebenhilfe vom Erzfeind Indien

Neu-Delhi. Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,5 hat die Hindukusch-Region getroffen und mehr als 220 Menschen getötet. Stromnetze und Kommunikationsverbindungen brachen in Teilen Pakistans, Afghanistans und Nordindiens zusammen, Häuser stürzten ein, Straßen wurden blockiert. Überall rannten Menschen in Panik auf die Straßen. Das Zentrum des Bebens lag rund 70 Kilometer südlich der Stadt Faisabad im Norden Afghanistans, wo die Bundeswehr bis 2012 ein Außenlager unterhielt.

Die Zahl der Toten stieg allein in Pakistan bis zum Abend auf fast 200; es gab Hunderte Verletzte. Die meisten Opfer gebe es an der Grenze zu Afghanistan, sagte ein Sprecher von Premierminister Nawaz Sharif. Pakistan will ohne ausländische Hilfe auskommen. Das Land könne die Rettungs- und Aufräumarbeiten bewältigen, sagte Informationsminister Pervez Rashid zu einem Hilfsangebot des Erzfeinds Indien.

In einer Schule in der nordafghanischen Provinz Takhar löste das Beben eine Massenpanik aus, bei der mindestens zwölf Schülerinnen starben. Die Mädchen hätten panisch versucht, ihre Schule zu verlassen, sagte der Chef des Provinzkrankenhauses. Dabei seien 39 weitere Schüler verletzt worden.

(dpa)
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