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Piloten müssen ihre Machtposition nutzen

Piloten müssen ihre Machtposition nutzen
FOTO: Andreas Krebs
Wenn es günstiger ist, von Weeze nach Mailand zu fliegen, als mit Bus und Bahn von Düsseldorf nach Essen zu fahren, stimmt irgendetwas nicht. 9,79 Euro kostete zuletzt das Flugticket bei Ryanair, während man für die Busfahrt 12,10 Euro zahlen muss. Kein Wunder, dass die Fluggesellschaften versuchen, bei Gehältern massiv zu sparen. Von Florian Rinke

Die Insolvenz von Air Berlin sorgt für eine besondere Situation: Je länger deren Piloten sich Verträgen bei anderen Fluglinien geschlossen verweigern, desto größer wird der Druck der Airlines, Angebote nachzubessern, um übernommene Air-Berlin-Flugzeuge aufs Rollfeld zu bringen oder neue Strecken zu bedienen. Wie gefragt dabei spezialisierte Arbeitskräfte sind, zeigen Prämien wie jene 20.000 Euro, die Eurowings nun an Piloten mit Ausbildungslizenz zahlen will. Zum Kampf David gegen Goliath taugt das Beispiel aber nur bedingt. Denn selbst Ryanair soll Kapitänen zuletzt mehr als 150.000 Euro pro Jahr geboten haben. Ihre Macht sollten die Piloten daher nicht nur für eigene Gehaltsverhandlungen einsetzen - sondern auch für jene kämpfen - etwa das Kabinenpersonal -, deren Zukunftsaussichten aufgrund der schlechteren Verhandlungsposition düsterer sind.

Quelle: RP
 
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