Drei Tote bei Flugzeugabsturz in Pinneberg: Pilotenfehler mögliche Unglücksursache
zuletzt aktualisiert: 13.02.2000Heist (AP). Ein Fehler des Piloten hat wahrscheinlich zum Absturz eines einmotorigen Privatflugzeugs am Samstagnachmittag im schleswig-holsteinischen Kreis Pinneberg geführt, bei dem alle drei Insassen starben. Die Ermittler fanden keine Hinweise auf ein technisches Versagen oder Treibstoffmangel, wie die Polizei in Itzehoe am Sonntag mitteilte. Das kleine Flugzeug war beim Landeanflug auf den Sportflugplatz Heist verunglückt. Beim Kurvenflug in etwa 150 Meter Höhe könnte bei eventuell überhöhter Fluggeschwindigkeit ein Strömungsabriss erfolgt sein, erklärte die Polizei.
Pilot war der Eigentümer des Flugzeugs, ein allein stehender 57-jähriger Textilunternehmer aus Berlin, der in Begleitung eines 59-Jährigen und einer 33-jährigen Frau flog. Die Propellermaschine war um 13.15 Uhr westlich von Berlin vom Flugplatz Bienenfarm bei Nauen gestartet. Nach der geplanten Zwischenlandung in Heist sei vermutlich Westerland auf Sylt das Ziel des Flugs gewesen, sagte ein Polizeisprecher.
Der letzte Funkkontakt zur Flugkontrolle sei ohne Besonderheiten abgelaufen. Kurz vor 15.00 Uhr schlug das Flugzeug auf einer Weide auf. Die Rettungskräfte fanden den Piloten tot auf seinem Sitz, die beiden Begleiter waren aus der Maschine herausgeschleudert worden.
Die Untersuchungen des Sachverständigen des Luftfahrt-Bundesamtes Braunschweig und der Kriminalpolizei ergaben keine Bestätigung für Zeugenaussagen, die auf die Möglichkeit eines technischen Defektes (Motorstottern) hindeuteten. "Sämtliche Systeme dürften korrekt funktioniert haben und der Treibstoff ebenfalls noch ausreichend gewesen sein", berichtete die Polizei.
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