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Bundesregierung will Einsatz rasch möglich machen: Piraten lassen griechischen Frachter frei

zuletzt aktualisiert: 22.11.2008 - 18:29

Athen (RPO). Gegen Lösegeld haben somalische Piraten einen im September entführten Chemikalien-Frachter freigegeben. Das erklärte die in Piräus ansässige Reederei Mare Shipmanagement. Wie viel Lösegeld gezahlt wurde, wollte sie nicht sagen. Die 19-köpfige Besatzung kam unversehrt frei. Die "MV Genius" ist nun auf dem Weg zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Bundesregierung bekräftigte unterdessen ihren Willen, einen Einsatz gegen die Piraten vor der Küste Somalias rasch möglich zu machen.

Die unter liberianischer Flagge fahrende "MV Genius" ist in griechischem Besitz. Das Schiff wurde am 26. September im Golf von Aden gekapert. Ein Sprecher der Reederei sagte, die Piraten hätten sofort nach der Kaperung Kontakt aufgenommen und Lösegeld verlangt. "Unsere erste Sorge galt der Sicherheit des Schiffes und seiner Besatzung", sagte Ctesiphon Koukoulas.

Somalische Piraten haben nach kenianischen Regierungsangaben in den vergangenen zwölf Monaten Lösegeldzahlungen von mehr als 150 Millionen Dollar (knapp 120 Millionen Euro) erhalten. Der kenianische Außenminister Moses Wetangula rief die Eigentümer gekaperter Schiffe am Freitag dazu auf, künftig kein Geld mehr zu zahlen, da dies die Piraten nur ermutige. Das saudiarabische Außenministerium hatte am Freitag erklärt, es werde nicht mit den Piraten verhandeln. Was die Eigner der Schiffe machten, müssten sie selbst entscheiden.

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