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Würzburg
Piraten wollen 2017 in den Bundestag einziehen

Aufstieg und Fall der Piraten
Aufstieg und Fall der Piraten FOTO: dpa, cas cul fdt
Würzburg. Mit einer Konzentration auf ihr Kernthema Digitalisierung will die Piratenpartei aus ihrer Bedeutungslosigkeit herauskommen und 2017 den Einzug in den Bundestag schaffen. "Wir wollen wieder die Partei des digitalen Wandels sein. Das wird die Agenda der nächsten zwei Jahre bis zur Bundestagswahl sein", sagte der Bundesvorsitzende Stefan Körner beim Bundesparteitag in Würzburg. Der 46-Jährige wurde im Amt bestätigt. Er setzte sich mit rund 76 Prozent der Stimmen gegen einen Konkurrenten durch. Zum Stellvertreter wurde Carsten Sawosch gewählt.

Die Partei müsse wieder mehr Aufmerksamkeit erreichen, sagte Körner. "Lasst uns gute Politik machen, dann kommen wir auch vor", appellierte der Software-Entwickler. Sein Ziel sei es, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. "Wir wollen es 2017 in den Bundestag schaffen, um im nächsten NSA-Untersuchungsausschuss die Möglichkeit zu haben, dass auch Piraten eine vernünftige Frage stellen können", sagte der 46-Jährige nach seiner Wahl.

Die Digitalisierung der Gesellschaft werde immer wichtiger. "Wir wollen uns als die Partei der Privatsphäre, des Datenschutzes, des transparenten Staates und des Zugangs zu öffentlichen Informationen etablieren und festigen." Die Piraten sind in vier Landtagen vertreten, darunter auch in Nordrhein-Westfalen.

(dpa)
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