Umbenennung in Freiheits- und Demokratiekongress: PKK: "Der bewaffnete Kampf ist vorbei"
zuletzt aktualisiert: 16.04.2002 - 21:04Brüssel (rpo). Die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) hat ihren 15-jährigen bewaffneten Kampf für beendet erklärt. "Der bewaffnete Kampf ist vorbei", sagte Riza Erdogan, der Europasprecher der Organisation, am Dienstag in Brüssel.
Er gab weiter bekannt, dass sich die PKK in Kurdischer Freiheits- und Demokratiekongress (Kadek) umbenannt hat. PKK-Führer Abdullah Öcalan hatte nach seiner Festnahme 1999 eine Waffenruhe ausgerufen, was die Türkei aber nicht akzeptiert hat. Die Kämpfe dauern an, wenn auch in wesentlich geringerem Umfang als in früheren Jahren.
Erdogan sagte, der bewaffnete Arm der PKK werde erst aufgelöst, wenn die Türkei den Kämpfern eine Amnestie gewähre und die Todesstrafe abschaffe. Die in Volksverteidigungseinheiten umbenannten Kampfgruppen würden aber nur noch zur Selbstverteidigung schießen. Laut Erdogan stimmte ein Kongress mit 300 Delegierten der PKK den Änderungen zu. Zum Kadek-Präsidenten wurde PKK-Gründer Öcalan gewählt.
Die türkische Regierung betrachtet die Erklärung der PKK als Täuschungsmanöver. Die Namensänderung habe nichts zu sagen, erklärte am Dienstag Verteidigungsminister Sabahattin Cakmakoglu. Ministerpräsident Bülent Ecevit hatte am Wochenende erklärt, die PKK wolle die Türkei nach wie vor spalten. Rebellen seien weiter in Iran und Irak stationiert. Der Terror sei nur in Wartestellung. Der Organisation gehe es nur darum, der Europäischen Union entgegen zu kommen, hieß es in Ankara. Die EU steht vor der Entscheidung, ob die PKK zur terroristischen Organisation erklärt werden soll.
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