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Plan für Flüchtlinge

In der deutschen Flüchtlingskrise zeichnet sich nach schwierigen Monaten ohne Übersicht nun Entspannung ab. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge ist drastisch zurückgegangen, und das Bundesamt für Flüchtlinge hat das Tempo für die Bearbeitung von Asylanträgen atemberaubend erhöht. Letzteres ist der Verdienst von Frank-Jürgen Weise - Doppelchef von Bundesamt für Flüchtlinge und Arbeitsagentur. Von Eva Quadbeck

Für die weitere Bewältigung der Flüchtlingskrise sollte die Bundesregierung sich Weises Prinzipien zu eigen machen. Der erfahrene Verwaltungsmann arbeitet stets mit festen Plangrößen, nach denen er seine Behörden organisiert. Es ist dringend notwendig, dass sich die Bundesregierung dazu durchringt, für die kommenden Monate und Jahre die zu erwartenden Flüchtlingszahlen festzulegen. Nur dann können auch Kommunen und Länder planen, wie viele Erstaufnahmeeinrichtungen und Integrationskurse sie brauchen. Die Regierung sollte diesen Schritt wagen, auch wenn er eine neue Debatte über Obergrenzen auslösen könnte.

Quelle: RP
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