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Rund 50 Verletzte: Polizei löste "Skinhead"-Konzert auf

zuletzt aktualisiert: 24.09.2000 - 11:56

Lüneburg (dpa). Mit einem Aufgebot von 500 Beamten hat die Polizei am Samstagabend in Kaarßen-Laave bei Lüneburg ein "Skinhead"- Konzert gewaltsam aufgelöst. Dabei wurden die Einsatzkräfte nach Angaben eines Polizeisprechers unter anderem mit Flaschen, Rauchbomben und Tränengas angegriffen. 46 Beamte und rund 15 Teilnehmer der Veranstaltung erlitten meist leichte Verletzungen. Insgesamt 32 Personen wurden festgenommen. Die Polizei ermittelt in zahlreichen Fällen wegen Landfriedensbruchs.

Das Konzert in einer Gaststätte sei verboten worden, weil ein "enger Zusammenhang" zu den kürzlich verbotenen Organisationen "Blood and Honour Division Deutschland" und ihrer Jugendorganisation "White Youth" bestanden habe, hieß es. Etwa 500 Teilnehmer hatten sich zu dem Konzert deutscher und ausländischer Bands eingefunden.

Starke Polizeikräfte aus Niedersachsen, Hamburg, Schleswig- Holstein und Mecklenburg-Vorpommern waren zusammengezogen worden, um das Veranstaltungsverbot durchzusetzen. Dabei wehrten sich zahlreiche Besucher rabiat. Einem Beamten sei ein Glas ins Gesicht gestoßen worden, zwei andere Beamte seien von einer aus dem Obergeschoss heruntergeworfenen Kommode am Kopf getroffen worden. Die Verletzten kamen ins Krankenhaus, konnten aber am Sonntag wieder entlassen werden.

Quelle: RPO Archiv

 
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