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Atomgegner hatten Aktion angekündigt: Polizei verbietet erste Aktion gegen Castor-Transport

zuletzt aktualisiert: 08.05.2001 - 12:43

Rheinsberg (rpo). Einen Tag vor dem geplanten Castor-Transport aus dem stillgelegten Kernkraftwerk Rheinsberg nach Lubmin bei Greifswald hat die Polizei eine erste Gegendemonstration verboten. Der Transport der vier Castor-Behälter ist für Mittwoch geplant.

Eine Gruppe mit dem Namen "Wir stellen uns quer" habe eine Aktion auf einem Sportplatz unweit der Bahnstrecke geplant, sagte eine Sprecherin des Pressezentrums "Castor" in Rheinsberg am Dienstagmorgen. Das sei nicht gestattet worden.

Für Dienstagabend sind auch Aktionen anderer Gruppen geplant. Nach Angaben der zuständigen Gesamteinsatzleitung von Polizei und Bundesgrenzschutz für den Castortransport in Anklam soll der Zug mit den vier Behältern und 246 gebrauchten Brennelementen am Mittwoch auf die Fahrt nach Norden gehen.

Die geplante Aktion der Gruppe sei verboten worden, weil sie "zu dicht" an der Castor-Strecke in Richtung Herzberg abgehalten werden sollte, sagte Pillkuhn. Für die Gleisanlagen gilt bereits seit mehreren Tagen ein Versammlungsverbot. Der Sprecher der Anti-Atom-Initiative Regionalplenum Ost, Dirk Hofmeister, kündigte weitere Aktionen noch vor dem Atomtransport an. Nach seinen Angaben sollten im Laufe des Tages zwei Demonstrationen in Rheinsberg und eine im nahe gelegenen Neuruppin abgehalten werden.

Bereits in der Nacht zu Dienstag war es nach Polizeiangaben zu einem Zwischenfall gekommen. Drei Castor-Gegnern sei ein Platzverweis ausgesprochen worden, erklärte Pillkuhn. Sie sollen am Bahnhof Rheinsberg während einer Mahnwache in der Nacht zu Dienstag ein Feuer entzündet haben.

Quelle: RPO Archiv

 
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