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Düsseldorf
Portigon: Land wusste lange von Kunstdiebstahl

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Landesregierung war nach Unternehmensangaben bereits vor den Verhandlungen zur Sicherung der WestLB-Kunstsammlung über den Diebstahl wertvoller Arbeiten informiert. Die WestLB-Nachfolgerin Portigon habe die Landesregierung und Aufsichtsgremien unverzüglich informiert, als das Verschwinden der Werke von Picasso und Gabriele Münter zum Jahreswechsel 2014/15 bemerkt worden sei, sagte ein Sprecher.

Im Januar 2015 hatte Portigon Anzeige erstattet. Im Februar 2015 kam erstmals ein runder Tisch zusammen, um zu beraten, wie die zum Verkauf stehende WestLB-Sammlung für das Land gesichert werden kann. Weder bei diesen Gesprächen noch bei den Verhandlungen im Juni 2015 brachten die Beteiligten den Diebstahl an die Öffentlichkeit. Der Portigon-Sprecher sagte, die Staatsanwaltschaft habe seinerzeit darum gebeten, "auf öffentliche Erklärungen jeglicher Art zu verzichten".

(dpa)
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