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Bonn
Postboten sollen schlaue Datenbrillen erhalten

Bonn. Der Briefträger der Deutschen Post könnte demnächst mit einer hilfreichen Datenbrille um die Ecke kommen. Vorstandschef Frank Appel sieht in der Digitalisierung mit dieser und vielen weiteren Anwendungsmöglichkeiten eine "Riesenchance" für den Bonner Konzern, weil die Produktivität so massiv steigen könne. In der Industrie werde der Trend dafür sorgen, dass Arbeitsplätze aus Fernost zurück nach Europa geholt werden, sagte er der "Welt am Sonntag".

Die Deutsche Post experimentiere mit selbstfahrenden Robotern, die die Zusteller unterstützten. In den Lagerhallen arbeite der Konzern schon mit digitalen Brillen ("Smart Glasses"), die Produkte auffinden und Wege vereinfachen. "Den Einsatz dieser Technik kann ich mir auch bei Briefträgern vorstellen, wenn sie in Zustellgebieten eingesetzt werden, die sie nicht kennen", sagte Appel der Zeitung. Dadurch könnten sie Briefkästen oder Adressen viel einfacher finden.

Gegen die Behörden-Aufforderung, bestimmte Werbebriefe ("Impulspost") teurer zu machen, wehrt sich der Konzern juristisch. "Wir werden rechtlich gegen die Entscheidung der Bundesnetzagentur vorgehen, denn wir meinen, dass die Regulierungsbehörde den Markt für derartige Geschäfte anders definieren muss", betonte Appel. Die Agentur hatte der Post Ende Juni Dumping beim neuen Werbebrief vorgeworfen und den Konzern zu Preiserhöhungen verpflichtet.

(dpa)
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