Basis für Ansiedlung von Investoren: Powell: ASEAN-Staaten sollen Märkte liberalisieren
zuletzt aktualisiert: 26.07.2001 - 14:39Hanoi (rpo). US-Außenminister Colin Powell hat sich am Donnerstag mit einem Appell an den Verband Südostasiatischer Staaten (ASEAN) gewandt. In seinem Aufruf forderte er eine stärkere Liberalisierung der Märkte.
Dies und eine sichere Rechtslage könnten Investoren anlocken, sagte Powell in Hanoi beim Treffen der zehn ASEAN-Staaten und ihren Dialogpartnern. Zu denen gehört auch die Europäische Union.
Powell bekräftigte, die Region werde auch von einer neuen Runde der Welthandelsgespräche profitieren. Die ASEAN-Staaten mahnten jedoch, dabei müssten die Interessen der Entwicklungsländer stärker berücksichtigt werden. Die ärmeren Länder könnten im Wettbewerb nicht mithalten und befürworteten offene und demokratische Gespräche, sagte ASEAN-Generalsekretär Rodolfo Severino. "Die Dialogpartner haben die Bedenken klar vernommen."
Vertreter Japans, der USA, Chinas und Südkoreas sicherten den ASEAN-Staaten weitere Finanzhilfen und die Intensivierung der Handelsbeziehungen und der Investitionen zu, wie ASEAN-Diplomaten mitteilten. Der Verband bat die Partnerstaaten, bei der Überbrückung der wirtschaftlichen Gegensätze in der Region zu helfen. Den reicheren Staaten wie Singapur und auch Thailand stehen ärmere Länder wie Kambodscha und Laos gegenüber.
Die ASEAN-Mitgliedsstaaten sind Thailand, Singapur, die Philippinen, Brunei, Malaysia, Indonesien, Laos, Kambodscha, Birma und Vietnam. Zu den Dialogpartnern zählen unter anderem die EU, die USA, China, Australien und Japan.
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