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Düsseldorf
Preis für Semesterticket soll um 43 Prozent steigen

Düsseldorf. Studenten in Nordrhein-Westfalen werden für ihre Fahrausweise ab 2014 tiefer in die Tasche greifen müssen. Vertreter der Uni Duisburg-Essen berichten, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) habe in Verhandlungen eine Preiserhöhung von 43 Prozent angekündigt.

Norbert Czerwinski, Vize-Verwaltungsratsvorsitzender des VRR, bestätigte, bei den Einnahmen aus dem Semesterticket bestehe eine Finanzierungslücke von bis zu 50 Prozent. Das Ticket ist 1991 eingeführt worden. Vor 22 Jahren sei man davon ausgegangen, dass ein Drittel der Studenten das Semesterticket nutzen würde – tatsächlich seien es zwei Drittel. Außerdem habe sich herausgestellt, dass die Studenten viel weitere Strecken mit dem Ausweis zurücklegten als angenommen. Ein Student der Uni Duisburg-Essen zahlt pro Monat 17,77 Euro – ein vergleichbares Ticket für einen Azubi kostet 149,20 Euro.

Arndt Klocke, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, kritisierte die Pläne. Die Erhöhung stelle die Akzeptanz des Semestertickets infrage. "Im Vorstand des VRR wurde offensichtlich jahrelang geschlafen, sonst hätte man die Preise für das Semesterticket, wie anderswo auch, schrittweise angehoben", so Klocke. Dies müsse nun in Etappen nachgeholt werden.

(gmv)
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