Sechs Demonstranten festgenommen: Protestaktionen gegen Chatami-Besuch weitgehend friedlich
zuletzt aktualisiert: 11.07.2000 - 16:07Berlin (AP). Die Protestaktionen gegen den iranischen Präsidenten Mohammed Chatami in Berlin sind auch am zweiten Tag des Staatsbesuches zunächst weitgehend friedlich verlaufen. Bis Dienstnachmittag nahm die Polizei sechs Demonstranten vorübergehend fest. Zwei hatten den Angaben zufolge Farbbeutel dabei, ein dritter war mit einer Zwille bewaffnet. Drei weitere Demonstranten hätten gegen ausländerrechtliche Auflagen verstoßen, sagte ein Polizeisprecher.
An den Protesten iranischer Oppositioneller beteiligten sich nach Schätzungen der Polizei am Dienstag mehrere hundert Menschen. In der Nähe des Roten Rathauses, wo der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen am Mittag ein Essen für Chatami gab, skandierten Demonstranten an den Absperrungen laute Sprechchöre. Größere Zwischenfälle habe es aber nicht gegeben, sagte der Polizeisprecher.
Am Vormittag war in der Innenstadt ein Fahrzeug der iranischen Delegation von einem Farbbeutel getroffen worden.
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