Welle ausländerfeindlicher Angriffe reißt nicht ab: Rechtsradikale jagten Afrikaner durch Eisenach
zuletzt aktualisiert: 30.07.2000 - 10:58Gotha (AP). Eine Gruppe von etwa 20 Rechtsradikalen hat im thüringischen Eisenach zwei Asylbewerber aus Afrika tätlich angegriffen und mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft.
Wie die Polizei in Gotha am Sonntag mitteilte, wurden die beiden Männer aus Togo und Sudan am Samstagabend gegen 19.15 Uhr in der Bahnhofshalle von Eisenach "angerempelt, gestoßen, getreten und angespuckt". Die Afrikaner liefen davon und wurden von vier Tätern bis in die Stadt hinein verfolgt. Sie konnten ihre Verfolger schließlich abschütteln.
Polizisten nahmen die vier an Ort und Stelle fest. Bei vier weiteren Tätern, die an dem Angriff auf die Afrikaner beteiligt waren, fanden die Ermittler Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Rechtsextremisten kamen ebenfalls in Polizeigewahrsam. Die restlichen Mitglieder der Gruppe erhielten einen Platzverweis, nachdem die Polizei ihre Personalien festgestellt hatte.
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