Extremisten sollen bis zu 30 Menschen getötet haben: Reisende bei Massaker in Algerien verbrannt?
zuletzt aktualisiert: 04.05.2000 - 11:37Algier (dpa). Bei einem Massaker islamistischer Extremisten in Nordalgerien sind nach Berichten von Augenzeugen mindestens 19, laut Angaben der Tageszeitung "El Watan" vom Donnerstag sogar 30 Menschen ermordet worden.
Telefonischen Berichten von Einwohnern der Region zufolge hatten die etwa 20 mutmaßlichen Mitglieder der berüchtigten Bewaffneten Islamischen Gruppen (GIA) nahe der Ortschaft Hamdania (70 Kilometer südlich von Algier) eine Straßensperre errichtet und auf die Insassen mehrerer Fahrzeuge geschossen. Zudem sollen die Terroristen mehrere Reisende lebendig in einem Bus verbrannt haben.
Das Massaker war der gegenwärtig letzte Akt einer Reihe von Gewaltverbrechen islamistischer Extremisten, denen allein im Monat April 64 Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Zahl der Toten seit Jahresbeginn beläuft sich nach Angaben der algerischen Zeitung "La Tribune" auf 260. Zudem waren 147 Menschen verletzt und 21 entführt worden.
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