Schwankungsgrenze erreicht notwendiges Minimum: Rentenversicherung droht Engpass
zuletzt aktualisiert: 12.04.2003 - 09:29Berlin (rpo). Die finanzielle Lage der Rentenversicherung wird zusehends dramatisch. Im März waren die Reserven der Rentenkassen offenbar so stark abgeschmolzen, dass die vom Gesetzgeber geforderte Untergrenze erreicht sein soll.
Das berichtet die "Stuttgarter Zeitung" in ihrer Samstagsausgabe unter Berufung auf Berechnungen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA). Die Versicherer müssen mindestens eine halbe Monatsausgabe als Reserve vorhalten.
Laut BfA-Berechnungen, die der Zeitung nach eigenen Angaben vorliegen, gibt es keinerlei Spielraum mehr. Die Schwankungsreserve habe im Februar bei 51 Prozent und im März bei 50 Prozent einer Monatsausgabe gelegen. Noch im Dezember verfügten die Versicherer über rund 9,7 Milliarden Euro oder 63 Prozent einer Monatsausgabe als Reserve. Die Höhe der Schwankungsreserve war Ende 2002 von 80 auf 50 Prozent abgesenkt worden. Anfang 2003 wurde der Rentenbeitrag von 19,1 auf 19,5 Prozent erhöht.
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