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Düsseldorf
Rentnern drohen heftige Einbußen

Düsseldorf. Laut Prognos sinkt das Rentenniveau 2040 teils bis auf ein Drittel des Lohns.

Wer in 25 Jahren in Rente geht, muss seinen Lebensstil unter Umständen noch deutlicher zurückfahren als befürchtet -wenn es ihm nicht gelingt, selbst ausreichend vorzusorgen. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse aus einer Studie, die das Prognos-Institut im Auftrag des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft erstellt hat.

Danach fällt das sogenannte Standardrentenniveau, das in diesem Jahr in den alten Bundesländern bei 46 Prozent des Lohns liegt, bis zum Jahr 2040 für bestimmte Berufsgruppen auf kaum mehr als ein Drittel. Im Schnitt wird eine Absenkung auf 39 Prozent vorausgesagt. Das heißt zwar nicht, dass die Renten in Deutschland fallen, aber der Unterschied zum Einkommen in den fünf Jahren vor dem Renteneintritt wird immer größer.

Prognos hat die Zahlen für sechs verschiedene Berufsgruppen in unterschiedlichen Familienverhältnissen und für alle 402 Kreise und kreisfreien Städte in der Bundesrepublik Deutschland durchgerechnet. Zudem wurden die Ergebnisse auf einzelne Regionen heruntergebrochen. Danach gibt es die höchsten Renten in Süddeutschland, während in den neuen Bundesländern das Niveau am stärksten fallen dürfte. In Düsseldorf wird nach der Prognose beispielsweise ein 1973 geborener Ingenieur ohne Kinder, der zwischen 2038 und 2040 in Rente geht, eine inflationsbereinigte Rente von 2622 Euro pro Monat erhalten.

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) kritisierte das Verfahren. Die Aussagekraft von Studien, die die Rentenhöhen "auf den Euro genau bis zum Jahr 2040 fortschreiben", sei begrenzt, erklärte die DRV. Unter anderem würden mögliche Renten-Reformen nicht berücksichtigt, mit denen die Rentenversicherung in Deutschland weiterentwickelt werde.

(gw)
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