Schnelle Aufklärung bei Vermittlungsstatistiken gefordert: Riester will 30 weitere Arbeitsämter kontrollieren
zuletzt aktualisiert: 06.02.2002 - 08:14Hamburg/Berlin (rpo). So schnell wie möglich will Arbeitsminister Walter Riester die vom Bundesrechnungshof aufgedeckten Fehler in der Vermittlungsstatistik der Arbeitsämter überprüfen. Deshalb werden 30 weitere Arbeitsämter von Bundesanstalt und Bundesrechnungshof kontrolliert.
Der stellvertretende FDP-Chef Rainer Brüderle brachte in diesem Zusammenhang eine Abschaffung der Arbeitsvermittlungen durch Arbeitsämter ins Spiel gebracht. Im Gespräch mit der Berliner Tageszeitung "B.Z." (Mittwochausgabe) fordert er eine Verpflichtung, "nach monatelanger erfolgloser Vermittlung, private Dienstleister einzuschalten": "Wenn das nicht funktioniert, darf es keine gedanklichen Tabus geben. Private Anbieter könnten die Arbeitsvermittlung auch ganz übernehmen", sagte er weiter.
Der CDU-Arbeitsmarkt-Experte Karl-Josef Laumann mahnte in der "B.Z." eine "grundlegende Reform" an. Die Bundesanstalt für Arbeit habe 93 000 Beschäftigte, aber nur 8500 für die Arbeitsvermittlung. "Wir müssen weg von der Selbstverwaltung, mehr Leute in die Vermittlung delegieren."
Der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, wird sich bei der heutigen Vorlage der offiziellen Arbeitslosenzahlen für Januar auch zu dieser Affäre äußern.
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