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Roland Koch wurde am 24. März
1958 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Abitur leistete Koch seinen Wehrdienst ab und absolvierte erfolgreich ein Studium zum Rechtsanwalt.
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Roland Koch ist mit Anke Koch verheiratet und hat zwei Kinder. Sein Vater Karl-Heinz Koch fungierte zwischen 1987 und 1991 als hessischer Justizminister.
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1979 wurde er zum jüngsten Vorsitzenden eines CDU-Kreisverbandes. Zu Beginn seiner Karriere galt er als „junger Wilder“. Zwischen 1983 und 1987 war er Bundesvorsitzender der Jungen Union. 1998 wurde er Landesvorsitzender der CDU in Hessen.
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1999 löste Koch den SPD-Politiker und späteren Finanzminister Hans Eichel als Ministerpräsidenten ab. Während des Wahlkampf sorgte er mit einer Unterschriftenaktion gegen die doppelte Staatsbürgerschaft bundesweit für Aufsehen. Die Aktion brachte ihm öffentliche Kritik. Nach dem Wahlsieg bildete er eine Koalition mit der FDP.
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Im Jahr
2000 geriet Hessens CDU in den Strudel der Wahlkampfaffäre. Es kam ans Licht, dass mehrere illegale Parteispenden als angebliche Vermächtnisse verstorbener Juden ausgewiesen wurden. Koch versprach eine „brutalstmögliche“ Aufklärung, sah sich jedoch selbst immer wieder mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Die SPD warf ihm vor, seinen Wahlkampf 1999 mit illegalen Mitteln finanziert zu haben.
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2006 ein neuer Vorwurf: Koch soll der Organisation „Freie Wähler“ Geld in Aussicht gestellt haben, falls diese auf eine Teilnahme bei den Landtagswahlen 2008 verzichten. Der Landtag setzte einen Untersuchungsausschuss ein. Die Freien Wähler sprechen von einem „unmoralischen Angebot“.
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Im Dezember
2007 warnt Koch nach einem Überfall durch zwei Ausländer auf einen deutschen Rentner in der Münchener Ubahn vor einer Vielzahl gewaltbereiter junger Ausländer und tritt eine bundesweite Debatte über eine Verschärfung des Jugendstrafrechts los. SPD und Ausländerverbände werfen ihm vor, auf dem Rücken von Migranten Wahlkampf zu machen.
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Bei den Wahlen in Hessen im
Januar 2008 verliert Roland Koch mit seiner CDU zwölf Prozent. Eine verheerende Niederlage. Die Wähler strafen ihn für seinen aggressiven Wahlkampf und eine verfehlte Schulpolitik ab.
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Zehn Monate später feiert der geschäftsführene Ministerpräsident sein Comeback. Die SPD hat keine Mehrheit gegen ihn mobilisieren können. Es gibt Neuwahlen. Sein Sieg galt als sicher.
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Roland Koch ist Mitglied des so genannten
Andenpakts, einem nichtoffiziellen Karrierenetzwerk, in dem westdeutsche CDU-Granden ihre Politik abstimmten. Dem Andenpakt wird nachgesagt, in der Vergangenheit als Konkurrent von Angela Merkel aufgetreten zu sein.
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25. Mai 2010: Hessens Ministerpräsident Roland Koch hat überraschend alle politischen Ämter zum Jahresende 2010 niedergelegt. Ein Blick zurück auf eine bewegte Karriere. Am 30. August wird Roland Koch offiziell aus der Landespolitik verabschiedet.
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In seiner Amtszeit gab es auch ungewöhnliche Momente. So etwa 2009, als der Dalai Lama zu Gast in Deutschland war. Als Geste der Freundschaft hatte dieser Koch einen weißen buddhistischen Schal umgelegt.